05.03.2026 Die Stadt und das Auto
Vortrag von Jakob Bader
Ort: JBA
Dieser Abend ist ein Diskussions- und Entscheidungsbeitrag von JBA, zur Kommunalwahl (am darauffolgenden Sonntag, 8. März) in München.
Mehr als 20 Jahre Praxis als Architekt, in denen wir Autos möglichst schadlos in den Entwurf integriert haben, in denen wir Stellplätze und ihre Kosten berechnet haben, in denen wir viele Städte und Länder besucht haben und dabei festellen mussten, wie zerstörerisch das Auto sich auf die Stadt und die Landschaft auswirkt...
...sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass Autofahren zwar viel Spaß machen kann und Autos mitunter sehr ästhetische Gegenstände sein können, dass das Auto aber die urbane europäische Stadt zerstört, und die Landschaft, und den Menschen weniger Vorteile als vor allem Nachteile bringt. Die enorme Ineffizienz, die aus der Automobilität resultiert, ist dabei nur ein Nachteil von vielen. Die größten Nachteile sind atmosphärisch und kulturell.
Uns ist aufgefallen, dass wir alle, auch die Verfechter der Automobilität, mit dem Auto ausschließlich an Orte fahren, wo keine Autos sind. Für alle ist letztlich also ein Leben ohne Auto das Ziel, auch für die "Petrolheads". Das Auto ist vergleichbar mit dem Zucker in der Ernährung: Schnell und leicht verfügbar, verführerisch, aber leider sehr ungesund, schlecht für die Figur und die Zähne. Besser, man konsumiert möglichst wenig davon.
In diesem Vortrag berichten wir über unsere Erlebnisse mit dem Auto als Planer, als Münchner und als Reisender: Wir zeigen Bilder aus Italien, dem Land europäischer Hochkultur, in dem viele Städte das Auto gar nicht erst ins Zentrum gelassen haben, ganz ohne jede emotional aufgeladene Diskussion über das Für und Wider.