Architektur

Ein Bauwerk entsteht aus dem Zusammenspiel von Ort, Material, Wissen und Zielen. Es spiegelt den Kontext seiner Entstehung wider, zeigt die Fähigkeiten, Werte und Absichten seiner Erzeuger. Somit ist die Stadt das Spiegelbild der Gesellschaft. Gebäude und Städte sind geronnene Geschichte. Architektur - die Mutter aller Künste (Vitruv) - ist das stärkste Element einer Zivilisation.

Gelingt ein Bauwerk geordnet, ist es mehr als nur die Summe seiner Teile, erfüllt es mehr als nur den Zweck, dann sprechen wir von Architektur. Architektur ist das Ergebnis eines gesteuerten, mit Können und Wissen aufgeladenen Bauprozesses.

Architektur ist aber nicht nur eine Hülle, sondern vor allem Raum. Und ein Raum ist ohne den Menschen natürlich leer und sinnlos. Erst Menschen geben ihm eine Bedeutung, erfüllen ihn mit Leben.

Der Mensch definiert also die Architektur. Es ist aber auch umgekehrt, Architektur definiert den Menschen. Unsere gebaute Umgebung beeinflusst unsere Stimmung, unser Handeln, unser Leben. Gute, qualitätvolle Architektur, guter Raum, ist daher ein gesellschaftliches Anliegen. Eine hohe architektonische und technische Qualität macht eine Immobilie wertbeständig, langlebig und dadurch nachhaltig.

„Warum soll etwas nicht so gut wie möglich sein?“
Ludwig Mies van der Rohe

Der größte Mehrwert entsteht in der Architektur aus Aspekten der Kunst und Philosophie. Das Streben nach Schönheit und Wahrheit - nach Objektivität - verbindet Gebäude über alle Zeiten, verbindet den Parthenon in Athen mit dem Seagram-Building in New York.

Zeitforscher Dr. Marc Wittmann über Raum, Zeit und Architektur