10.11.2022 Mobil ohne Auto
Beginn um 19 Uhr. Ort: Grüner AK Mobilität - online

Mehr als 20 Jahre Praxis als Architekt... mit unzähligen Entwürfen, in denen wir das Auto möglichst schadlos in unsere Projekte integriert haben, in denen wir Stellplätze berechnet haben, und die Kosten, die aus dem Autoverkehr resultieren, in denen wir viele Städte und Länder dieser Welt besucht haben und dabei festellen mussten, wie zerstörerisch das Auto sich auf die Stadt und die Landschaft auswirkt...

...sind wir zu der Überzeugung gelangt, dass Autofahren zwar oft viel Spaß macht und Autos sehr ästhetische Gegenstände sein können, dass das Auto aber die urbane europäische Stadt zerstört, und die Landschaft, und den Menschen weniger Vorteile als vor allem Nachteile bringt. Die hohen Baukosten, die mit dem Auto zusammenhängen, sind dabei nur ein Nachteil von vielen. Die größten Nachteile sind atmosphärischer und kultureller Natur.

Uns ist aufgefallen, dass wir alle, auch die Verfechter der Automobilität, mit dem Auto ausschließlich an Orte fahren, wo keine Autos sind. Für alle ist letztlich also ein Leben ohne Auto das Ziel, auch für die "Petrolheads". Das Auto ist vergleichbar mit dem Zucker in der Ernährung: Schnell und leicht verfügbar, verführerisch, aber leider sehr ungesund, schlecht für die Figur und die Zähne. Besser, man konsumiert möglichst wenig davon.

In diesem Vortrag berichten wir über unsere Erlebnisse mit dem Auto als Architekt, als Planer, als Münchner, und zeigen auch einige Bilder aus Italien, dem Land europäischer Hochkultur, in dem viele Städte das Auto gar nicht erst ins Zentrum gelassen haben, ganz ohne jede emotional aufgeladene Diskussion über das Für und Wider.

Download Folien zum Vortrag (PDF 5 MB)